Chakren

Allgemein

Chakra heißt wörtlich „Rad“.

Energiezentren sind typischerweise rund, eben wie ein Rad. Chakras werden auch als Padmas bezeichnet, als Lotos. Lotosblüten sind rund und können sich öffnen und schliessen. Genau so die Chakras.

Chakras sind Bewusstseinszentren und Lagerplätze für Energiekräfte. Die entsprechenden Zentren befinden sich im Rückenmark und in den Nervengeflechten. Jedes Chakra hat seine vorherrschende Charakteristik. In jedem Chakra herrscht ein bestimmter Gott und eine bestimmte Göttin. Jedes Chakra wird durch ein Tier repräsentiert, was bedeutet, dass das Chakra die Eigenschaft dieses bestimmten Tieres hat. Muladhara bis Vishuddha sind die Zentren der fünf Elemente: Erde, Wasser, Feuer, Luft, Äther. Die sieben Hauptchakras entsprechen den sieben Lokas (Ebenen, Welten), sowie den verschiedenen Körpern (Shariras) und Hüllen (Koshas). Sie können durch Meditation über eine bestimmte Farbe, durch Wiederholung eines bestimmten Bija Mantras und durch die Visualisierung eines bestimmten Symbols angeregt werden.

Funktion

Sind die Chakras geöffnet, dann fliesst die Energie: Vereinfacht gesagt funktionieren Chakren wie Pumpen mit der Aufgabe, Energie von außen aufzunehmen und dem menschlichen Energiesystem zuzuführen. Entlang der Wirbelsäule sind die Chakras miteinander verbunden, wobei jedes einem bestimmten Körperbereich zugeordnet ist. Von ihrer Beschaffenheit hängt ab, wie viel Energie in den Körper gelangt. Im besten Fall drehen sich die Energiewirbel schnell, leuchten stark und sind in den ihnen zugeordneten Farben klar. Von einem „erleuchteten Menschen“ spricht man im Hinduismus/Buddhismus, wenn alle sieben Chakras vollständig geöffnet sind und die Lebensenergie (Prana) ohne Blockaden und Störungen fliesst.

Chakra-Blockaden entstehen durch mangelnde Liebe, Gleichgültigkeit oder Unterdrückung der natürlichen Bedürfnisse. Gefühle wie Angst, Neid, Eifersucht oder Hass können zu Unter- respektive Überfunktionen führen, die als störend und unangenehm empfunden werden.

Mit Chakra-Arbeit können Blockaden gelöst werden. Es geht dabei darum, Körper, Geist und Seele auf energetische Weise zu heilen und zu einer Ganzheit zu führen. Durch Körperhaltungen, Atemführung und Meditation kann der Energiezustand der Chakren beeinflusst werden.


Die 7 Chakren

Kronenchakra (Sahasrara)

Das Kronenchakra befindet sich am Scheitelpunkt des Kopfes. Hier geht es um die spirituelle Erkenntnis, Erleuchtung und vollkommene Selbstverwirklichung. Fließt das Scheitelchakra auf optimale Weise, empfindet man tiefsten Frieden, universelle Liebe und erfährt das reine Sein. Körperlich wird es dem Großhirn zugeordnet. Die entsprechende Drüse ist die Zirbeldrüse, die man auch als Sitz der Seele bezeichnet. 

Körperliche Störungen machen sich durch Immunschwäche und chronische Krankheiten bemerkbar.

Seelische Störungen können sein: Depression, Verwirrung und Realitätsflucht. Auf der spirituellen Ebene geht es hier um die Erlangung der Erleuchtung. 

Das Kronenchakra wird dem Planeten Neptun, aber keinem Element mehr zugeordnet, seine Farbe ist Violett, Weiß und Gold, es wird dem Mantra “OM“ und keiner Sinneswahrnehmung zugeordnet. In der Edelsteintherapie den Edelsteinen Amethyst und Bergkristall und in der Aromatherapie den Düften Olibanum und Lotus.

Stirnchakra (Ajna)

Das Stirnchakra (Drittes Auge) hat seinen Sitz zwischen den Augenbrauen, in der Mitte der Stirn. Bei dem sechsten Chakra geht es in erster Linie darum, sich für die eigene Intuition zu öffnen, um die Erkenntnis des wahren Seins zu erlangen und darum, sich für die göttliche Inspiration zu öffnen. 

Körperlich wird es dem Gesicht, den Augen, den Ohren, der Nase, den Nebenhöhlen, dem Kleinhirn und dem zentralen Nervensystem zugeordnet. Die entsprechende Drüse ist die Hirnanhangsdrüse. Körperliche Störungen machen sich bemerkbar durch Kopfschmerzen und Erkrankung der Sinnesorgane. 

Seelische Störungen dieses Chakras sind spürbar durch Konzentrationsstörungen, Lernschwäche und Ängstlichkeit. Auf der spirituellen Ebene geht es um die Erlangung von Weisheit. 

Das Stirnchakra ist dem Planeten Uranus, aber keinem Element mehr zugeordnet. Es wird der Farbe Indigo/Violett, dem Mantra “OM“ sowie dem siebten Sinn und übersinnlicher Wahrnehmung zugeordnet. In der Edelsteintherapie den Steinen Lapislazuli, indigoblauer Saphir, Sodalith und in der Aromatherapie der Minze und dem Jasmin.

Halschakra (Vishudda)

Das Halschakra hat seinen Sitz auf der Höhe des Kehlkopfes. Bei diesem Chakra geht es besonders um Kommunikation, Kreativität und um die persönliche Ausdruckskraft.

Körperlich wird es dem Hals, dem Nacken, dem Kieferbereich, der Stimme, der Luftröhre, der Speiseröhre und den Armen zugeordnet. Die entsprechende Drüse ist die Schilddrüse, die u.a. den Stoffwechsel reguliert. Körperliche Störungen machen sich hier durch Schilddrüsenerkrankungen, Nackenschmerzen und Sprachstörungen bemerkbar. 

Seelische Störungen machen sich in Form von Hemmungen sowie einem Mangel an Ausdrucksmöglichkeiten bemerkbar. Auf der spirituellen Ebene geht es darum, mit einer tieferen Wahrheit in Kontakt zu kommen. 

Das Halschakra wird dem Planeten Saturn, dem Element Äther, der Farbe Grün, dem Mantra “Ham“ sowie der Sinneswahrnehmung Hören zugeordnet. In der Edelsteintherapie gehört es zu den Edelsteinen Aquamarin, Türkis und Chalzedon und in der Aromatherapie dem Salbei und Eukalyptus. 

Herzchakra (Anahata)

Das Herzchakra hat seinen Sitz im Brustraum und bildet den Mittelpunkt des Chakrasystems, da es die drei unteren physisch-emotionalen Zentren mit den drei oberen geistig-spirituellen verbindet. Bei diesem Chakra geht es darum, die Erfüllung des Daseins durch Liebe zu erfahren, Mitgefühl und Menschlichkeit zu entwickeln. 

Körperlich wird dieses Chakra dem Herz, dem oberen Rücken, dem Brustkorb, der Brusthöhle, den Lungen, dem Blut- und Kreislaufsystem und der Haut zugeordnet. Die entsprechende Drüse ist die Thymusdrüse.

Feinstofflich wird es dem Prinzip Harmonie, Vergebung, Hingabe und Mitgefühl zugeordnet. Körperliche Störungen dieses Chakras machen sich in Form von Blutdruckstörungen, Herz- und Lungenkrankheiten bemerkbar. 

Seelische Störungen äußern sich in Form von Gefühlskälte, Kontaktschwierigkeiten, mangelnder Abgrenzung. Auf der spirituellen Ebene geht es hier um die Entfaltung von Liebe.

Das Herzchakra wird dem Planeten Jupiter, dem Element Luft, der Farbe Grün, dem Mantra “Yam“, sowie der Sinneswahrnehmung Tasten zugeordnet. In der Edelsteintherapie den Edelsteinen Rosenquarz, Smaragd, Rhodonit, Malachit und Jade und in der Aromatherapie dem Rosenholz.

Solarplexuschakra (Manipura)

Das Solarplexuschakra hat seinen Sitz oberhalb des Bauchnabels. Das Grundprinzip dieses Chakras lautet Willenskraft zu stärken, die eigene Persönlichkeit zu finden und den Umgang mit Selbstkontrolle zu erlernen.

Körperlich wird es dem Verdauungssystem, dem Magen, der Milz, der Leber, der Gallenblase und dem vegetativen Nervensystem zugeordnet. Die entsprechende Drüse ist die Bauchspeicheldrüse, die bei der Verdauung der Nahrung eine zentrale Rolle spielt. Körperliche Störungen dieses Chakras machen sich in Form von Verdauungsstörungen, Magenproblemen, Diabetes und Übergewicht bemerkbar.

Seelische Störungen machen sich in Form von Aggressivität, Unsicherheit, Albträumen und Schlafstörungen bemerkbar. Auf der spirituellen Ebene geht es um die Entwicklung eines gesunden Ichgefühls. 

Das Solarplexuschakra wird dem Planeten Mars, dem Element Feuer, der Farbe Gelb, dem Mantra “Ram“, der Sinneswahrnehmung Sehen zugeordnet. In der Edelsteintherapie steht dieses Chakra in Verbindung mit den Edelsteinen Tigerauge, Bernstein, Edeltopas und Zitrin und in der Aromatherapie mit den ätherischen Ölen Lavendel, Bergamotte und Rosmarin.

Sakralchakra (Swadisthana)

Das Sakralchakra befindet sich am unteren Ende deiner Wirbelsäule im Bereich des Kreuzbeins. Sein Grundprinzip lautet Sexualität auf einer sinnlichen und gefühlvollen Ebene zu erleben. 

Körperlich wird es den Fortpflanzungsorganen, den Nieren, der Blase sowie allen Körperflüssigkeiten wie Blut, Lymphe, Sperma und allen Verdauungssäften zugeordnet. Die entsprechenden Drüsen sind die Keimdrüsen, die Eierstöcke, die Prostata und die Hoden. Körperliche Störungen dieses Chakras machen sich in Form von Verstopfung, Kreuzschmerzen und Knochenerkrankungen bemerkbar. 

Seelische Störungen äußern sich in Form von Süchten, sexueller Unlust und geistiger Kraftlosigkeit. Auf der spirituellen Ebene geht es um die Findung und den Ausdruck der eigenen Kreativität. 

Das zweite Chakra wird dem Planeten Venus, dem Element Wasser, der Farbe Orange, dem Mantra „Vam“, der Sinneswahrnehmung Schmecken zugeordnet. In der Edelsteintherapie steht dieses Chakra in Verbindung mit den Edelsteinen Karneol und Mondstein und in der Aromatherapie mit den Düften Ylang-Ylang und Sandelholz.

Mehr zum Sakralchakra hier.

Wurzelchakra (Muladhara)

Das Wurzelchakra liegt am unteren Ende der Wirbelsäule, zwischen Anus und Genitalien. Seine Aufgabe besteht darin, dich zu erden. Das Grundprinzip dieses Chakras und seine zentralen Themen lauten: Lebenswille, Überleben und Urvertrauen. 

Auf der körperlichen Ebene wird das Wurzelchakra dem Anus, Mastdarm, Dickdarm und den Nebennieren zugeordnet. Die entsprechenden Drüsen sind die Nebennieren, die unter anderem Adrenalin produzieren. Körperliche Störungen dieses Chakra machen sich in Prostataproblemen, Frauenleiden und Nierenproblemen bemerkbar.

Seelische Störungen machen sich hier in Form von existenziellen Ängsten, Mangel an Vertrauen und an Orientierungslosigkeit bemerkbar. Auf der spirituellen Ebene geht es um die Entwicklung des Urvertrauens in das Göttliche.

Es wird dem Planeten Merkur, dem Element Erde, der Farbe Rot, dem Mantra Lam (gesprochen “Lang“) und der Sinneswahrnehmung Riechen zugeordnet. In der Edelsteintherapie den Edelsteinen Achat, Blutstein, Blutjaspis, Granat und Rubin und in der Aromatherapie den Düften Zeder und Gewürznelke. 

Mehr zum Wurzelchakra hier.

 

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